Ein kleines, birnenförmiges Hohlorgan unterhalb der Leber, das die von der Leber produzierte Gallenflüssigkeit speichert, eindickt und nach fettreichen Mahlzeiten konzentriert in den Dünndarm abgibt. Sie steht in enger anatomischer und funktioneller Verbindung zur Leber, mit der sie über die Gallengänge verbunden ist. Frauen entwickeln Erkrankungen der Gallenblase, insbesondere Gallensteine, deutlich häufiger als Männer, was unter anderem auf hormonelle Einflüsse zurückgeführt wird. In der osteopathischen Untersuchung des rechten Oberbauchs wird die Beweglichkeit der Gallenblase häufig gemeinsam mit der der Leber beurteilt, besonders nach operativen Eingriffen.