Ein spiralförmiges Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedelt und als häufigste Ursache chronischer Gastritis (Magenschleimhautentzündung) sowie peptischer Ulzera (Magengeschwüre) gilt. Es ist in der Lage, die aggressive Magenumgebung zu überleben, indem es Urease (ein Enzym) nutzt, um Harnstoff in Ammoniak umzuwandeln und so den pH-Wert in seiner unmittelbaren Umgebung zu neutralisieren. Eine Infektion verläuft oft jahrelang symptomlos, kann aber Sodbrennen, Magendruck und Nausea (Übelkeit) verursachen, Beschwerden, die sich mit Refluxsymptomen überschneiden. Die Diagnose erfolgt über einen Atemtest, Stuhlantigentest oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung). Eine Helicobacter-Infektion muss antibiotisch behandelt werden; osteopathische Maßnahmen sind in diesem Fall begleitend, nicht ursächlich.