Eine Klappenstruktur an der Grenze zwischen dem letzten Abschnitt des Dünndarms und dem Dickdarm, auch Bauhinsche Klappe genannt, nach dem Schweizer Anatomen Caspar Bauhin. Ihre Aufgabe ist es, den Rückfluss von Dickdarminhalt in den Dünndarm zu verhindern und so zwei sehr unterschiedliche Milieus voneinander zu trennen. Der Dünndarm ist relativ keimarm, der Dickdarm dicht mit Bakterien besiedelt. Die Klappe öffnet sich rhythmisch, um den Speisebrei portionsweise weiterzuleiten. Spannungen oder Verwachsungen in diesem Bereich werden mit Blähungen, Druckgefühl im rechten Unterbauch und verändertem Stuhlgang in Verbindung gebracht. In der viszeralen Osteopathie gilt die Iliozäkalklappe als relevante Struktur, deren Beweglichkeit manuell beurteilt wird.