Mastzellen sind Immunzellen, die sich vor allem in Schleimhäuten befinden, also auch in der Darmwand. Ihre Aufgabe ist es, auf Reize zu reagieren und Alarm zu schlagen. Beim Reizdarmsyndrom sind sie dauerhaft in erhöhter Bereitschaft: Sie sitzen in unmittelbarer Nähe der Darmnerven und machen diese empfindlicher für Signale, die gesunde Menschen gar nicht wahrnehmen. Gasdruck oder leichte Dehnung werden dann als Schmerz registriert. Was osteopathisch relevant ist: Mastzellen reagieren nicht nur auf Infektionen, sondern auch auf mechanischen Druck und auf Stresshormone. Das Gewebe erinnert sich gewissermaßen an Belastungen, auch wenn der eigentliche Auslöser längst vorbei ist.