Prostaglandine

Gewebshormone, die lokal in nahezu allen Körperzellen gebildet werden und direkt an ihrem Entstehungsort wirken. Sie werden aus Arachidonsäure (einer Fettsäure) gebildet und regulieren Entzündungsreaktionen, Schmerzempfinden, Fieber, Blutgerinnung und Gefäßspannung. In der Gebärmutter lösen sie Muskelkontraktionen aus, die die Schleimhaut während der Menstruation abstoßen. Eine überschießende Ausschüttung führt zu verstärkten Krämpfen und ist die Hauptursache der primären Dysmenorrhoe (schmerzhafte Regelblutung ohne organische Ursache). Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen wirken, indem sie die Prostaglandinsynthese hemmen und so Schmerz und Entzündung reduzieren.