Eine Klasse von Medikamenten, die die Magensäureproduktion gezielt und dauerhaft hemmen. Sie blockieren die H+/K+-ATPase (eine Protonenpumpe) in den Belegzellen (Parietalzellen) der Magenschleimhaut, die für die aktive Ausschüttung von Wasserstoffionen (Protonen) in den Magensaft verantwortlich ist. PPIs gelten als wirksamste medikamentöse Therapie bei Refluxkrankheit, peptischen Ulzera (Magengeschwüren) und Ösophagitis (Speiseröhrenentzündung). Bei langfristiger Einnahme kann jedoch die Resorption (Aufnahme) von Vitamin B12 beeinträchtigt werden, da Magensäure an der Freisetzung von B12 aus der Nahrung beteiligt ist. Weitere mögliche Langzeitfolgen einer Daueranwendung umfassen Veränderungen des intestinalen Mikrobioms (Darmflora) und eine verminderte Magnesiumresorption. PPIs sollten regelmäßig hinsichtlich ihrer Notwendigkeit überprüft werden.