Segmentale Einschränkung

Eine auf ein einzelnes Wirbelsäulensegment begrenzte Bewegungseinschränkung, die mit veränderten Gewebespannungen in Muskulatur, Ligamenten (Bändern) und Faszien (Bindegewebshüllen) einhergeht. Jedes Segment besteht aus zwei benachbarten Wirbelkörpern, der dazwischenliegenden Bandscheibe, den Facettengelenken und den zugehörigen Foramina (Nervenaustrittspunkten). Eine segmentale Einschränkung beeinflusst nicht nur die lokale Mobilität (Beweglichkeit), sondern kann über den sympathischen Grenzstrang (Nervenkette des Stressnervensystems entlang der Wirbelsäule) auch die vegetative Versorgung der zugeordneten Organe verändern. Einschränkungen in den mittleren Segmenten der Thorakalwirbelsäule (Brustwirbelsäule) stehen anatomisch in Beziehung zur Mageninnervation (Nervenversorgung des Magens) und werden in der Osteopathie entsprechend bei Verdauungsbeschwerden mituntersucht und behandelt.