Die intrinsische (eigenständige) Bewegung der Organe, die unabhängig von Atmung und Herzschlag besteht und durch das vegetative Nervensystem sowie die Organphysiologie (Organfunktion) bestimmt wird. Der Begriff stammt vom lateinischen viscera (Eingeweide) und motilitas (Beweglichkeit). In der Osteopathie wird zwischen Mobilität (Bewegung eines Organs durch äußere Kräfte wie Atmung) und Motilität (eigenständige rhythmische Eigenbewegung) unterschieden. Jedes Organ besitzt eine charakteristische Motilitätsbewegung mit eigener Achse und Frequenz. Eingeschränkte Motilität kann auf Entzündungen, Adhäsionen oder funktionelle Störungen hinweisen.