Die Aufnahme von Vitamin B12 (Cobalamin) aus dem Darm in den Blutkreislauf, die einen mehrstufigen Prozess erfordert. Im Magen wird B12 durch Magensäure und das Enzym Pepsin (ein Verdauungsenzym) aus der Nahrungseiweißbindung freigesetzt. Anschließend bindet es an den Intrinsic Factor, ein Glykoprotein (ein zuckerhaltiges Eiweiß), das von den Belegzellen der Magenschleimhaut produziert wird. Dieser Komplex wird erst im Ileum (letzten Dünndarmabschnitt) aufgenommen. Eine Störung an jeder dieser Stellen, sei es durch fehlende Magensäure infolge langfristiger PPI-Einnahme (Protonenpumpenhemmer), eine autoimmune Gastritis mit Verlust des Intrinsic Factors oder Erkrankungen des Ileums, kann zu einem Vitamin-B12-Mangel führen. Dieser äußert sich unter anderem in Fatigue (anhaltender Erschöpfung), peripherer Neuropathie (Nervenschäden in Armen und Beinen) und Veränderungen im Blutbild.