Vitamin B12 (Cobalamin)

Ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper nicht selbst herstellen kann und das ausschließlich über tierische Lebensmittel oder Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel) aufgenommen wird. Es ist an der Bildung roter Blutkörperchen, der DNA-Synthese (Erbgutproduktion) und der Myelinisierung (Ummantelung von Nervenfasern) beteiligt und damit für das Nervensystem ebenso zentral wie für die Blutbildung. Ein Mangel entwickelt sich schleichend, da der Körper B12 in der Leber für mehrere Jahre speichern kann. Erste Zeichen sind oft unspezifisch: Fatigue (anhaltende Erschöpfung), Konzentrationsprobleme und Kribbeln in Händen oder Füßen. Ursachen eines Mangels sind neben rein pflanzlicher Ernährung vor allem eine gestörte Resorption (Aufnahme) im Magen-Darm-Trakt, etwa durch fehlenden Intrinsic Factor, langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) oder Erkrankungen des Ileums (letzter Dünndarmabschnitt). Die Diagnose erfolgt über eine Blutuntersuchung; bei Resorptionsstörungen wird B12 häufig intramuskulär (per Spritze in den Muskel) verabreicht, um den Magen-Darm-Trakt zu umgehen.